Cassis an der faszinierenden Calanques Küste

Ein wunderschönes Stück Frankreich, ist die Gegend um das malerische Hafenstädtchen Cassis, mit der faszinierenden Calanques Küste. Im folgenden finden sich zahlreiche Tipps und Informationen zum Reiseziel, wie beispielsweise:

    • Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten für Aktivitäten
    • Unterkünfte
    • Versorgung und Verpflegung (Einkaufsmöglichkeiten)
  • Ferienorte im Umland von Cassis
  • Anreise

Der intensive Duft der kräftig violetten Lavendelfelder der Provence weicht einer zarten Meeresbrise an den sensationellen Calanques. Das Kalkgestein des Mittelmeeres bildet einen atemberaubenden 20 Kilometer langen, steilwandigen Küstenstreifen, der dem Charme von Südfrankreich ein ganz eigenes, wildes Flair verleiht. Die natürliche Schönheit und das empfindliche Ökosystem trugen dazu bei, dass ein Gebiet von 85 Quadratkilometer zum Nationalpark Calanques erhoben wurde. Beeindruckende Städte wie Marseille und verträumte Ortschaften wie Cassis bieten Kulturinteressierten historische Sehenswürdigkeiten. Sportbegeisterte finden zahlreiche Freizeitaktivitäten in der einzigartigen Landschaft der Calanques.

Blick vom Cap Canaille auf Cassis in Frankreich

Blick vom Cap Canaille auf Cassis in Frankreich

Wissenswertes zur Region

Die Küstenlinie der Calanques hat einen fjordartigen Charakter, der durch die einst überfluteten Täler entstanden ist. Davon zeugen auch Unterwasserhöhlen wie die Cosquer-Grotte, deren Eingang 37 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Im höher gelegenen, trockenen Höhlenraum wurden etwa 19.000 bis 27.000 Jahre alten Höhlenzeichnungen entdeckt. Die Grotte steht seither unter strengem Naturschutz. Geschützt wird auch der Nationalpark Calanques. Der weitreichende Schutz regelt unter anderem den Zugang, der etwa im Sommer eingeschränkt ist. Bewundernswerte Pflanzen wachsen in den kargen Felsspalten und verankern in Rissen des Calanques Gesteins. Der feste Kalkstein findet sowohl als Bau- als auch als Schmuckstein Verwendung. Steinbrüche weit im Landesinneren verliehen den Häfen des Mittelmeeres große Bedeutung. Marseille und Cassis blicken auf eine lange Geschichte zurück. Marseille wurde der Legende nach von einem griechischen Seefahrer und einer keltischen Königstochter begründet. Heute können Besucher die im 19. Jahrhundert errichtete Kirche Notre-Dame de la Garde im neobyzantinischen Stil besichtigen oder im alten Hafen die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse verkosten. 20 Kilometer östlich von Marseille, nahe der Felsklippen von Cap Canaille und eingebettet in Pinienwälder, sowie in ockerfarbige und blendend weiße Felsen, liegt die Stadt Cassis hinter der Kulisse malerischer Weinberge. Wahrscheinlich schon vor dem 5. Jahrhundert v. Chr. besiedelt, gehörte Cassis zur römischen Provinz Gallia Narbonensis. Enge Gassen und bunte Fischerhäuser machen Cassis zu einem idyllischen Reiseziel.

Freizeitspaß in den Calanques

Ein Abenteuer-Park nördlich von Cassis bietet zahlreiche Klettermöglichkeiten durch Baumwipfeln und spannende Seilrutschen, um zwischen Plattformen zu navigieren.
Die Calanques sind ein wahres Wanderparadies, das unter anderem über Serpentinen zu steilen Hängen hinauf verfügt. Die Landzunge zwischen Sormiou und Morgiou ist besonders beliebt. Die Distanzen, der heftige Wind und auch die starke Sonne sind nicht zu unterschätzen. Es ist ratsam, Rucksack, Wanderschuhe, Schutzkleidung gegen Kälte, Wind und Regen sowie Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme mitzunehmen. In ungefähr 11 Stunden können Ambitionierte von Marseille nach Cassis wandern und eine grandiose Aussicht genießen. Für Urlauber, die nicht alleine unterwegs sein möchten und lehrreiche Informationen zur Region schätzen, sind geführte Wanderungen empfehlenswert. Je nach Wetter- oder Waldbrandlage kann das Gebiet auch gesperrt werden.
Das herrliche Mittelmeer, das Dank der Calanques besonders klar ist und einen sehenswerten Unterwasserpfad hat, lädt zum Schwimmen, Kajakfahren oder Tauchen ein. Delfine, Schildkröten und Fische sowie Korallen bezaubern im türkisblauen Meer. Zahlreiche Anbieter veranstalten Bootsfahrten (z.B. auch ab Cassis), auf denen Urlauber, die Fjorde der Calanques aus nächster Nähe bewundern können. Frankreichs höchste Steilküste, Falaises, erhebt sich 380 Meter aus dem Meer. Mit etwas Glück können Gäste einen Blick auf die Tierwelt der Region werfen. Seevogelarten, Bonelli-Adler und Wanderfalken leben in der mineralischen Welt der Steilwände der Calanques, mit widerstandfähigen Bäumen und Farnen, wo die Perleidechse und die Bulldoggfledermaus Zuflucht finden.

Kultur und historische Bauwerke in Cassis

In den Restaurants von Cassis, kann man sich nach einer Tour in den Calanques erfrischen.

In den Restaurants von Cassis, kann man sich nach einer Tour in den Calanques erfrischen.

Über Cassis thront eine Festung, die allerdings in Privatbesitz ist, an der Küste liegen ein Strand und ein stimmungsvoller Hafen. Die pittoreske Stadt Cassis ist von Kapellen, Kirchen und kleinen, marterlähnlichen Oratorien durchzogen. Die Oratorien sind oft nur steinerne Nischen mit einem schmiedeeisernen Kreuz und einer Statue. Die Kirche Saint-Michel wurde im 19. Jahrhundert aus Cassis- Stein erbaut. Der Brunnen der Vier Nationen wurde längst neu erbaut. Der ursprüngliche Brunnen war einem Pariser Brunnen nachempfunden und im Jahre 1686 gebaut, um die Siege von Ludwig XIV zu feiern. Das Schloss Cassis ist eine befestigte Burg aus dem 13. und 14. Jahrhundert, das auf den Überresten des ersten Gebäudes aus dem 8. Jahrhunderts erbaut wurde und heute in Privatbesitz Luxusgästezimmer anbietet. Das stilvolle Kasino von Cassis lädt Besucher ein, ihr Glück zu versuchen. Die Villa Ariane ist ein elegantes Anwesen mit einem harmonischen Garten im griechischem Stil und einem kleinen Amphitheater. Das Rathaus von Cassis ist in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Das edle Haus steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Der Empfangssalon mit einer Kassettendecke, ein Kamin aus der Renaissance und die Fassade mit Louis XIII Fenstern sowie der gepflasterte Hof und die Treppen mit Geländer und Säulen gehören zum Kulturerbe. Restaurierungsarbeiten haben mittelalterliche Überreste zum Vorschein gebracht und können heute im Erdgeschoss des Gebäudes durch einen Glasboden besichtigt werden. In einem ehemaligen Pfarrhaus, befindet sich das Museum der Kunst und Volks-Traditionen. Gemäldesammlungen beginnend mit Werken aus 1601 und römische Überbleibsel wie Amphoren können hier bewundert werden.

Kulinarische Köstlichkeiten

Ein beliebter Aperitif ist der Pastis, ein klarer Anisschnaps, der gerne mit Nüssen gereicht wird. Weine haben hier eine lange Tradition. Die Weinbauregion bringt seit dem 12. Jahrhundert erlesene Weine hervor. Edle Rotweine wie der Chateauneuf-du-Pape, frische Roséweine und vor allem Weißweine, wie der Cassis, gelten als besonders delikat. Die Küche wird großteils vom Meer beeinflusst. Frischer Fisch gegrillt, Meeresfrüchte, Muscheln und Nudelgerichte, sowie köstliche Baguettes und Pizza werden serviert. Französischer Käse, Obst aus der Region und leckere Tartes, werden in Cassis zum Dessert gereicht. Urlauber können sich nach herausfordernden Freizeitaktivitäten in gemütlichen Hafenrestaurants und Straßencafés, in Cassis, kulinarisch verwöhnen lassen. „Urlaub, wie Gott in Frankreich“ eben!

Unterkünfte in der Region

Wer eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus oder ein Hotel in Cassis buchen möchte, wird ebenso fündig, wie Anhänger von Camping– Urlaub. Dies gilt auch für Orte im Umland. In den Calanques hingegen, kann man nicht übernachten. Weitere Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten und weiteren allgemeinen Tipps, für den Urlaub, finden sich über die „Navigation“ dieser Seite.

Fazit

Dieser Teil der Region Provence – Alpes – Côte d’Azur, bietet vielfältige Möglichkeiten, für einen sowohl erlebnisreichen, als auch erholsamen Urlaub. Für Südwestdeutsche, besonders Südbadener, ist es auch ein Reiseziel, für einen Kurzurlaub oder eine verlängerte Wochenendreise. Wohl nicht umsonst, haben zahlreiche südbadische Kommunen, in der Provence, ihre Partnerstädte. Auch ich bin mindestens einmal jährlich in der Region unterwegs, und sei dies nur für eine Kurzreise. Meist im Frühjahr oder Herbst. Gerade dann, ist das Wetter in der Region meist gut, während es in der Heimat oftmals schmuddelig ist. Normalerweise steht dann auch ein Besuch von Cassis und den Calanques auf dem Programm.